Qu'est-ce que sont les WAX africains ou ANKARA FABRICS ?

Was sind WAX- oder ANKARA-Stoffe?

Die sogenannten Ankara-Stoffe oder afrikanischen Wax-Prints stellen eines der bemerkenswertesten Phänomene der Textilgeschichte dar: ein in Europa entstandenes Industrieprodukt, das von Asien inspiriert, von seinem ursprünglichen Markt abgelehnt und dann von Westafrika als Identitätssymbol angenommen und beansprucht wurde.

Die Technik basiert auf der indonesischen Batik (Java): Anwendung von Wachs, um Bereiche vor dem Färben zu reservieren. Im 19. Jahrhundert mechanisierten die Niederländer (insbesondere Vlisco, gegründet 1846) das Verfahren, um Imitationen für das koloniale Indonesien in Massenproduktion herzustellen. Das Produkt, zu einheitlich, wurde dort abgelehnt. Die Bestände wurden daraufhin ab den Jahren 1880-1900 nach Westafrika (Ghana, Nigeria) umgeleitet. Die mechanischen Unregelmäßigkeiten und die leuchtenden Farben gefielen; die Afrikaner bestellten personalisierte Muster, die von ihren Kulturen inspiriert waren, und verwandelten einen Import in ein Ausdrucksmittel.

Der Begriff „Ankara“ tauchte in Nigeria und in den Hausa-Regionen auf. Laut zahlreichen historischen Quellen, darunter Wikipedia und Zeugenaussagen ehemaliger ghanaischer Händler (wie Herr Badu von Tex Styles), handelt es sich um eine sprachliche Verballhornung von „Accra“, der Hauptstadt Ghanas. Accra war damals der wichtigste Einfuhrhafen und das wichtigste Umverteilungszentrum für holländische Wax-Stoffe in Westafrika. Die nigerianischen Hausa-Händler, die dorthin reisten, um einzukaufen, sprachen „Accra“ in ihrer Sprache als „Ankara“ aus. Das Wort verbreitete sich, um all diese Wax-Stoffe zu bezeichnen, besonders in Nigeria, wo es dominant wurde.

Es gibt andere Hypothesen (Verbindung zur türkischen Hauptstadt Ankara, Verballhornung von Yoruba-Wörtern wie „anko ara“ für Familienuniform oder Name einer lokalen Methode), aber diese sind in der Minderheit und weniger dokumentiert. Die Accra-Spur bleibt die konsensfähigste und am besten belegte.

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Issiaka Diarra, der erste Schneider, mit dem ich 2009 anfing zu arbeiten