tissu imprimé par la technique de bogolan

BOGOLAN

Der Bogolan ist ein symbolträchtiger Stoff aus Mali und Burkina Faso, der seit Jahrhunderten von Hand gefertigt wird. Sein Bambara-Name „bògòlanfini“ bedeutet wörtlich „Stoff aus Schlamm“: „bogo“ = Erde/Schlamm, „lan“ = mit/mittels, „fini“ = Stoff.

Die Technik ist komplex und vollständig natürlich. Zuerst werden schmale Streifen weißer Baumwolle auf traditionellen Webstühlen gewebt. Diese Streifen werden dann zusammengenäht, um ein großes Stück (oft etwa 1m × 1,5m) zu bilden. Der Stoff wird zuerst in einen Sud aus den Blättern des N’gallama-Baumes (Anogeissus leiocarpa) getaucht, was ihn gelb färbt. Danach tragen Frauen von Hand oder mit Schablonen fermentierten Schlamm (reich an Eisen) auf, der aus Flüssen (insbesondere dem Niger) entnommen und mehrere Monate lang fermentiert wurde. Der Schlamm färbt die bemalten Bereiche schwarz. Nach dem Trocknen wird der Stoff gewaschen, um überschüssigen Schlamm zu entfernen, und die unbemalten Stellen werden hellbeige, wodurch ein starker Schwarz-Beige-Kontrast entsteht.

Jedes Motiv erzählt eine Geschichte oder hat eine Bedeutung: unterbrochene Linien zum Schutz vor bösen Geistern, Quadrate für Fruchtbarkeit, Spiralmuster für den Kreislauf des Lebens usw. Früher war er Zeremonien und Jägern vorbehalten (die ihn als Tarnung und spirituellen Schutz nutzten), heute wird er im Alltag getragen, in der Haute Couture (von malischen und internationalen Designern) verwendet, in der Inneneinrichtung (Kissen, Vorhänge, Teppiche) und als malisches Nationalsymbol.

Sac Sira bogo 003 - kokoso

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Issiaka Diarra, der erste Schneider, mit dem ich 2009 anfing zu arbeiten